Der Landkreis Göppingen ist verkehrlich hervorragend an das regionale sowie überregionale Verkehrsnetz angebunden und bietet flexible Mobilität auf Straße, Schiene und Radwegen. Durch die direkte Lage an der A8, die Einbindung in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) sowie eine konsequent weiterentwickelte Radverkehrsstrategie profitieren Privatpersonen ebenso wie Unternehmen von schnellen Verbindungen.


Die Infrastruktur im Landkreis Göppingen sichert leistungsfähige Verkehrsverbindungen innerhalb der Region sowie in nationale und internationale Wirtschaftsräume. Mit der Bundesautobahn A8 Karlsruhe–München liegt der Landkreis an einer der wichtigsten West-Ost-Achsen Deutschlands und Europas. Dadurch sind zentrale Ballungsräume wie Stuttgart, Ulm und Augsburg aber auch industrielle Zentren am Oberrhein sowie das französische Straßburg schnell erreichbar. Der Flughafen Stuttgart ist weniger als 1 Stunde entfernt, der Flughafen München rund 2 Stunden. Diese Lage stärkt sowohl den Wirtschaftsstandort als auch die Attraktivität für Pendelnde.
Innerhalb der Metropolregion Stuttgart sorgen die Bundesstraßen B 10, B 466 und B 297 für leistungsfähige Verbindungen. Sie ermöglichen flexible Mobilität im Alltag und sichern eine gute Erreichbarkeit auch außerhalb der Autobahnachsen.
Der Landkreis ist für den Unterhalt der Kreisstraßen verantwortlich und engagiert sich darüber hinaus auf Landes- und Bundesebene für den Ausbau, die Sanierung und den Neubau von Verkehrswegen. Ziel ist eine dauerhaft leistungsfähige Mobilität bei gleichzeitiger Reduzierung der Belastungen durch den motorisierten Verkehr. Dafür werden intelligente Verkehrskonzepte eingesetzt, die Verkehrsströme optimieren und die Infrastruktur zukunftsfähig weiterentwickeln.

Die öffentlichen Verkehrsmittel im Landkreis Göppingen bieten eine verlässliche und eng getaktete Anbindung an die Region und darüber hinaus. Über RegionalExpress (RE) und MetropolExpress (MEX) bestehen mehrmals pro Stunde direkte Verbindungen zu den Umsteigeknoten Stuttgart und Ulm. Von dort aus erreichen Reisende mit InterCity- und ICE-Zügen zahlreiche deutsche Metropolen. München ist in rund 2 Stunden erreichbar, Städte entlang der Rheinschiene teilweise noch schneller. Diese Taktung schafft Planungssicherheit für Berufspendelnde, Studierende und Geschäftsreisende.
Seit dem 01.01.2021 ist der gesamte Bus- und Bahnverkehr im Landkreis vollständig in den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) integriert. Fahrgäste können alle Regionalzüge sowie sämtliche Buslinien mit einheitlichen VVS-Tickets nutzen – sowohl innerhalb des Landkreises als auch im gesamten Verbundraum. Dadurch stehen attraktive Ticketangebote zur Verfügung, darunter das StadtTicket für Einzelpersonen oder Gruppen, das in vielen Kommunen gemeindeübergreifend gilt. Auch das Deutschlandticket wird anerkannt.
Ergänzt wird das Angebot durch den VVS-Rider im Raum Geislingen/Oberes Filstal. Das barrierefreie On-Demand-System fährt zum regulären VVS-Tarif und kann per App oder telefonisch gebucht werden. Es ist unter anderem in Geislingen, Böhmenkirch, Bad Überkingen, Deggingen, Bad Ditzenbach, Drackenstein, Hohenstadt, Wiesensteig, Gussenstadt, Gerstetten und Schalkstetten unterwegs sowie von beziehungsweise zum Bahnhof Merklingen und nach Widderstall. Der Kleinbus bündelt ähnliche Fahrtrouten und ergänzt damit sinnvoll das bestehende Linienangebot. Der Service lässt sich mit allen gültigen VVS-Tickets nutzen, sofern diese im Mittelbereich Geislingen gelten, einschließlich des Deutschlandtickets.

Der Landkreis Göppingen verfolgt seit vielen Jahren eine konsequente Strategie zur Förderung des Radverkehrs. Bereits 2019 ergab eine Befragung, dass 14 % aller Wege im Landkreis mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg entwickelt der Landkreis die Radmobilität systematisch weiter.
2014 erhielt der Landkreis als erster in Baden-Württemberg die Auszeichnung „Fahrradfreundlicher Landkreis“, 5 Jahre später folgte die Rezertifizierung. Gemeinsam mit den Kommunen wird die Radinfrastruktur kontinuierlich ausgebaut und durch Informations- und Kommunikationskampagnen ergänzt.
Im Mai 2025 wurde eine neue Radverkehrsstrategie vorgestellt. Sie legt den Schwerpunkt stärker auf Alltagsrouten wie Wege zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Freizeitrouten bleiben dabei weiterhin Bestandteil der Planung: Der Landkreis verfügt bereits über 12 vollständig ausgeschilderte touristische Radrouten, die bereits im Rahmen der Radverkehrskonzeption von 2011 gezielt ausgebaut wurden. Das neue Verkehrskonzept umfasst 1.167 Maßnahmenvorschläge, um das Radfahren im gesamten Landkreis weiter zu verbessern und alle Kommunen sicher miteinander zu verbinden.
Dass sich das Engagement des Landkreises auszahlt, zeigt der Fahrradklima-Test 2024 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). In diesem Rahmen stimmen alle zwei Jahre deutschlandweit rund 213.000 Radfahrende über die Fahrradfreundlichkeit ihrer Städte und Gemeinden ab. Dabei sicherte sich die Gemeinde Eislingen erneut die Auszeichnung Fahrradfreundlichste Kommune im Landkreis Göppingen und erreichte bundesweit Rang 4 von 429 Städten ihrer Größenklasse (20.000–50.000 Einwohner). Zudem ist das Landratsamt seit 2011 als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet, erhielt 2022 erstmals die Zertifizierung im Standard Gold und wurde 2025 erneut rezertifiziert.

Der motorisierte Individualverkehr im Landkreis Göppingen profitiert von der direkten Anbindung an die Bundesautobahn A8 Karlsruhe–München sowie von einem leistungsfähigen Netz an Bundes- und Kreisstraßen. Die Verbindungen in Richtung Stuttgart und Ulm sichern eine hohe regionale Erreichbarkeit und verbinden den Landkreis eng mit den wirtschaftlichen Zentren der Region. Für Unternehmen entstehen dadurch planbare Logistikwege, für Berufstätige verlässliche Fahrzeiten im Alltag.
Die Rolle des Pkw zeigt sich auch in der Pendlerstruktur: Rund 67.000 Einpendelnde und 81.000 Auspendelnde sind täglich unterwegs. Der Landkreis ist damit stark in die Arbeitsmärkte der Region eingebunden. Viele der üblichen Pendeldistanzen lassen sich heute problemlos mit modernen Elektrofahrzeugen bewältigen, was der Elektromobilität zusätzliches Potenzial verleiht.
Parallel wächst im Kreisgebiet die Ladeinfrastruktur für E-Pkw kontinuierlich. Öffentliche und halböffentliche Ladepunkte ergänzen das bestehende Angebot und schaffen verlässliche Lademöglichkeiten im Wohnumfeld, an zentralen Standorten sowie entlang wichtiger Verkehrsachsen. So wird Elektromobilität alltagstauglich und praxistauglich in die bestehende Verkehrsstruktur integriert.
Ergänzend stärken Car-Sharing-Angebote des Anbieters deer GmbH in Kooperation mit dem Albwerk die flexible Nutzung des Pkw. Darüber hinaus beteiligt sich der Landkreis im Rahmen kooperativer Projekte am Aufbau und der Verbreitung von E-Carsharing-Angeboten im Kreisgebiet, indem er sie organisatorisch unterstützt und sie auch selbst nutzt. Dadurch entsteht eine zusätzliche Mobilitätsoption für die Menschen im Landkreis.